Wie gut ist Dynamic Pricing wirklich?
Experteninterview mit Simon Asanger von Smartness

Simon Asanger
(exGoogle)
Simon Asanger ist der Head of Sales für die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) bei Smartness, einem Unternehmen, das KI-basierte Revenue-Management-Software für Beherbergungsbetriebe entwickelt. In dieser Position ist er verantwortlich für den Vertrieb und die Geschäftsentwicklung in diesen Märkten.
Ein exklusives Interview mit Jacek Poplawski (exBooking) von Fewolino und Simon Asanger, Head of Sales DACH bei Smartness.
Plattformen wie Booking.com und Airbnb ermöglichen Vermietern von Ferienwohnungen und Ferienhäusern eine enorme Reichweite – aber sie bringen auch Abhängigkeit mit sich. Wer sich nur auf diese Plattformen verlässt, hat weniger Kontrolle über Preise, Buchungen und letztlich den eigenen Umsatz.
Ein immer wichtigeres Thema im Kontext der Kurzzeitvermietung sind Revenue Management und dynamische Preisgestaltung (eng. Dynamic Pricing).
Mit dynamischer Preisgestaltung können Vermieter und Verwalter (FEWO Agenturen) die Auslastung ihrer Objekte optimieren und die Erträge erhöhen.
In diesem Interview sprechen Jacek (exBooking) von Fewolino und Simon Asanger von Smartness über die Frage:
“Wie können Gastgeber mit Dynamic Pricing ihre Einnahmen optimieren und inwieweit lohnt sich der Schritt Richtung Dynamic Pricing mit Hilfe von Software Tools?”

Die Herausforderung: Warum sind flexible Preise für Gastgeber so wichtig?
Jacek: Viele Gastgeber arbeiten mit festen Preisen für Haupt- und Nebensaison. Warum ist das in der heutigen Zeit nicht mehr optimal?
Simon: Der Buchungsprozess ist heute viel dynamischer als früher. Gäste buchen spontan, mobil, teilweise noch am Anreisetag oder weil gerade ein großes Event angekündigt wurde.
Das heißt aber, wer mit Festpreisen arbeitet, verschenkt tatsächlich Umsatz: Es gibt Zeiten, in denen deutlich höhere Preise durchsetzbar wären. Gleichzeitig kann man nicht pauschal die Preise erhöhen – das schreckt Gäste ab.
Alles ist im Fluss, also braucht auch eine laufende Anpassung an Angebot, Nachfrage, Wetter, Events, Marktentwicklung. Genau das leistet Dynamic Pricing.
Für Gastgeber ist es kaum möglich, da manuell Schritt zu halten.
Welche häufigen Fehler siehst du bei Vermietern, wenn sie versuchen, ihre Preise manuell anzupassen?
Zwei Dinge sehen wir oft: Preise sind entweder zu niedrig angesetzt, weil Gastgeber Angst haben, nicht gebucht zu werden, oder zu hoch, weil man sich an Konkurrenz orientiert, die gar nicht vergleichbar ist.
Außerdem bleiben Preise oft zu lange unangetastet. Viele Gastgeber ändern nichts bis 48 Stunden vor Check-in – zu spät, um Lücken noch sinnvoll zu füllen. Dann wird im letzten Moment stark reduziert. Wer so agiert, senkt die eigene Durchschnittsrate und den RevPAR dauerhaft.
Ein Tool wie Smartpricing hilft, diese Fehler zu vermeiden. Es analysiert den Markt, das Buchungsverhalten und die eigene Historie, um Preise kontinuierlich zu optimieren, ohne dass man selbst ständig eingreifen muss.

Welche Faktoren spielen eine Rolle, wenn es um die optimale Preisgestaltung für Ferienunterkünfte geht?
Bei der Preisgestaltung für Ferienunterkünfte kommt es auf eine Vielzahl an Faktoren an – intern wie extern. Saisonzeiten, Feiertage, Schulferien, lokale Events oder das Wetter haben ebenso Einfluss auf die Nachfrage wie das Buchungsverhalten der Gäste, das sich zwischen Frühbuchern und Last-Minute-Buchungen stark unterscheiden kann.
Gleichzeitig spielen auch die Auslastung, die Mindestaufenthaltsdauer und das eigene Gästeprofil eine Rolle: Wer sind meine typischen Gäste? Wie hoch ist ihre Zahlungsbereitschaft? Was erwarten sie vom Aufenthalt? Positive Bewertungen erhöhen etwa den wahrgenommenen Wert der Unterkunft und schaffen Spielraum für höhere Preise.
Hinzu kommen Faktoren wie die Attraktivität einzelner Kategorien, Unterschiede zwischen Buchungskanälen (inkl. Provisionskosten), Buchungsvorlauf, Wochentagsmuster, sowie Mikro-Standorteinflüsse und die Ansprache spezieller Zielgruppen. Auch die Pflege von Stammgästen oder die Entscheidung, ob eine Nacht Mindestaufenthalt im Sommer sinnvoll ist oder nicht, fließen in die Preisstrategie ein.
Diese Vielzahl an Daten manuell zu verarbeiten, ist unrealistisch. Deshalb braucht es Tools, die all diese Datenquellen automatisiert verknüpfen, in Echtzeit auswerten und auf dieser Basis den optimalen Preis vorschlagen oder direkt ausspielen. Nur so gelingt es, eine gleichmäßige Auslastung zu sichern, kurzfristige Preisdrops zu vermeiden und die Einnahmen langfristig zu optimieren.

Gerade kleinere Anbieter profitieren von Dynamic Pricing,
weil sie häufig weniger Ressourcen und Zeit für eine manuelle Preisgestaltung haben.
Simon Asanger
Smartness

Wie funktioniert Dynamic Pricing in der Praxis?
Viele Gastgeber fragen sich, wie genau Dynamic Pricing funktioniert. Welche Datenquellen nutzt ihr bei Smartpricing, um die optimalen Preise zu berechnen?
Smartpricing bindet sich direkt an das PMS und den Channel Manager an. Dort lesen wir historische Buchungsdaten, aktuelle Auslastung, Ratenstruktur usw. aus. Gleichzeitig ziehen wir externe Daten wie lokale Events, Ferienkalender, Wetter oder Konkurrenzpreise hinzu. Diese Daten bekommen wir aus verschiedenen externen und internen Quellen.
Alle diese Informationen fließen in unseren Algorithmus, der laufend optimiert und automatisch den besten Preis auf die Buchungskanäle überträgt.
Kann Dynamic Pricing auch für kleine Ferienhausvermieter mit nur einer oder wenigen Unterkünften sinnvoll sein?
Unbedingt! Viele denken: “Ich habe nur ein, zwei Wohnungen, das lohnt sich doch nicht.” Aber: Wenn man wenig verkauft, zählt jeder Euro – und jeder Klick weniger im System spart Zeit.
Mit Smartpricing haben Vermieter eine Lösung, die professionell auf Marktdaten reagiert, ohne dass sie stundenlang am Rechner sitzen müssen. Gerade weil kleine Betriebe oft keine Revenue-Manager beschäftigen können, ist Automatisierung hier ein echter Gamechanger. Sie holen sich damit zu einem Bruchteil der Kosten die Expertise eines ganzen Teams ins Haus.
Wie unterscheidet sich Dynamic Pricing von einer rein automatisierten Preisstrategie, die z. B. auf Plattformen wie Airbnb angeboten wird?
Plattform-Tools arbeiten meist mit sehr begrenzten Datenquellen und liefern pauschale Empfehlungen. Smartpricing analysiert die reale Nachfrage, Auslastung und Zielgruppe der einzelnen Unterkunft und bezieht externe Faktoren wie das Wetter oder Events mit ein. Das Ergebnis ist eine individuell abgestimmte Preisstrategie, die permanent nachjustiert. Das ist kein Rechen-Trick, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil.


Während Airbnb oft nur pauschale Preisempfehlungen gibt, ermöglicht Dynamic Pricing eine maßgeschneiderte, datengetriebene Strategie.
Simon Asanger
Smartness
Fazit: Warum Dynamic Pricing für moderne Vermieter unverzichtbar ist
Zusammenfassend: Warum ist Dynamic Pricing für jeden Gastgeber eine Überlegung wert?
In einer Branche mit immer mehr Wettbewerb und Abhängigkeit von Plattformen braucht es datenbasierte Entscheidungen. Dynamic Pricing hilft Gastgebern, ihre Preise intelligent zu steuern, die Auslastung besser zu verteilen und ihre Gewinne zu sichern.
Außerdem gewinnen sie Zeit, arbeiten effizienter und steigern Ihren RevPAR. Wer das ignoriert, riskiert, langfristig Marktanteile zu verlieren.
Dein nächster Schritt: Werde profitabler mit Hilfe von Dynamic Pricing!
Kontakt zu Simon Asanger und Smartness
Interview geführt von: Jacek Poplawski, M.Sc.
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Jacek Poplawski
Jacek ist ein ehemaliger Booking.com-Mitarbeiter und Gründer von Fewolino. Er ist auf Online-Marketing im Kontext der Kurzzeitvermietung, Business Development und SEO spezialisiert.
Seit 2019 helfen Agnes & Jacek FEWO-Vermietern, online mehr Sichtbarkeit zu erzielen, eine starke Marke aufzubauen und sich unabhängiger von großen Buchungsportalen zu positionieren.
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FAQ / Häuftig gestellte Fragen
Wie funktioniert Dynamic Pricing?
Dynamic Pricing, auch Surge Pricing oder dynamisches Preismanagement, ist eine Preisstrategie, bei der Vermieter von Ferienwohnungen, Serviced Apartments und Ferienhäusern die Tagesraten für ihre Unterkünfte auf Basis des aktuellen Marktbedarfs anpassen. Es handelt sich dabei meist um eine Software, die Preise anhand automatischer Algorithmen berechnet.Was kostet Smartpricing?
Smartpricing ist ein System, das individuell an die Bedürfnisse der Kunden angepasst wird und auf einer Verrechnung pro Einheit basiert. Die monatliche Gebühr startet bei 120 €. Um einen präzisen Preis zu ermitteln, empfehlen wir dir, eine Demo mit dem Smartpricing-Team zu buchen. Während dieser Demo kannst du gemeinsam mit einem deutschsprachigen Mitarbeiter die spezifischen Anforderungen besprechen und ein maßgeschneidertes Angebot erhalten, das optimal auf deine Bedürfnisse und Gegebenheiten abgestimmt ist.
Mit welchen PMS und Channel-Manager lässt sich Smartpricing verbinden?
Smartpricing ist mit über 80 Systemen integriert (Tendenz steigend), was eine nahtlose Verbindung und eine effiziente Nutzung der Plattform ermöglicht. Mit welchen FEWO-Verwaltungssystemen (Property Management System) Smartpricing kompatibel ist, kannst du hier auf dieser Übersicht einsehen ➡️ www.smartpricing.it/de/partner
Bietet Smartpricing einen deutschsprachigen Kundendienst an?
Ja, bei Smartpricing erhälst du Zugang zu einem deutschsprachigen Kundendienst.
Wer ist Simon Asanger?
Simon Asanger ist Head of Sales für die DACH-Region bei Smartness, einem Unternehmen, das KI-basierte Revenue-Management-Software für Beherbergungsbetriebe entwickelt.