Branchenreports Kurzzeitvermietung: Daten & Trends

Wenn du in der Kurzzeitvermietung tätig bist oder dich ernsthaft für die Branche interessierst, dann weißt du, wie schnell man sich im Alltag verliert - neue Buchungen, Gästeanfragen, Extranet-Einstellungen, Preisanpassungen, Reinigungslogistik.

Der strategische Blick auf das große Ganze bleibt dabei oft auf der Strecke. Und genau hier kommen Studien und Branchenreports ins Spiel.

KI-Zusammenfassung lesen

Die wichtigsten Branchenreports & Studien zur Kurzzeitvermietung in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Du weißt ja: Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts. Und wer in der Kurzzeitvermietung wirklich strategisch denkt, der schaut eben nicht nur auf die eigene Auslastung, sondern auch darauf, was die Branche als Ganzes bewegt. 

Wo entwickeln sich die Preise hin? 

Wie verändern sich die Buchungsgewohnheiten der Gäste? Was planen andere Gastgeber? 

Genau das beantworten gute Branchenreports – und davon gibt es mittlerweile einige, die wirklich lesenswert sind.

 

Vorschau Report Wichtigste Erkenntnis Aktion
DFHV Studie 2024 Deutscher Ferienhausmarkt 2024 Marktgröße & Fakten Über 555.000 Unterkünfte in DE. Private Vermieter machen 82% des Marktes aus. Zum Report
Lodgify Branchenreport Lodgify Branchenreport 2026 Buchungstrends Direktbuchungen erzielen ca. 8% höhere Preise. Gäste buchen immer kurzfristiger. Zum Report
Preferred Partner Studie Preferred Partner Analyse (Master Thesis) Ranking-Mechanik Zahlende Partner dominieren Seite 1. Sichtbarkeit ist oft direkt an die Provisionshöhe gekoppelt. Zur Studie
Smoobu Insights 2026 Smoobu Insights 2026 Host-Performance Erfolg durch Kombination von dynamischem Pricing, KI-Support und Multi-Channel-Vertrieb. Zum Report

Wo finden Vermieter von Ferienwohungen und Ferienhäusern die besten Informationensquellen?

Jetzt fragst du dich vielleicht: Wer hat überhaupt Zugang zu diesen Daten? Das ist eine gute Frage!

Im Grunde gibt es drei Gruppen, die Einblick in den Ferienwohnungsmarkt in der DACH-Region haben. 

  1. Erstens die öffentliche Hand, also Tourismusverbände, Städte und Gemeinden, die über Beherbergungsstatistiken und Steuerauswertungen verfügen.
  2. Zweitens die großen Buchungsportale – Booking.com, Airbnb und FeWo-direkt – die sehen schließlich, wo gebucht wird, zu welchem Preis und wie lange.
  3. Und drittens, das ist noch relativ neu, die Channelmanager und PMS-Anbieter. Das sind die Softwaresysteme, die als Bindeglied zwischen den Portalen und den Gastgebern fungieren – die Tools also, durch die die eigentlichen Buchungsdaten fließen. Bekannte Namen in unserer Community – der FEWO Marketing Akademie – sind zum Beispiel Lodgify, Smoobu, vOffice, ILOCA, Guesty, Hostfully, HostAway oder OwnerRez, um nur einige zu nennen.

Liste: hilfreiche Studien und Reports für Gastgeber und Kurzzeitvermieter

Was du hier auf dieser Seite findest, ist eine kuratierte Übersicht der wichtigsten Branchenreports für die Kurzzeitvermietung in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wir haben die Reports für dich durchgearbeitet, eingeordnet und kompakt zusammengefasst, damit du in wenigen Minuten verstehst, was drin steht, ohne den kompletten Report selbst lesen zu müssen. Wenn du aber tiefer einsteigen möchtest, führt dich ein Klick auf den Button direkt zur Originalquelle, wo du den Report kostenlos herunterladen kannst. Wir verlinken bewusst auf die Quellen, weil das unsere Art ist als strategischer Sparringspartner für Gastgeber wie dich.

Diese Liste werden wir kontinuierlich erweitern. Also: Lesezeichen setzen lohnt sich! 😉

Report 1: Studie zum Deutschen Ferienhausmarkt 2024 | Deutscher Ferienhausverband 📊

Auf einen Blick:

  • Veröffentlicht: Januar 2024
  • Herausgeber: Deutscher Ferienhausverband (DFHV) in Kooperation mit Statista
  • Datengrundlage: Exklusive Datenzugänge führender Ferienhausanbieter + Daten des Statistischen Bundesamtes, Erhebungszeitraum 2022
  • Methodik: Datenspenden + Top-down- und Bottom-up-Validierung
  • Schwerpunkte: Marktgröße, Bundeslandanalyse, Auslastung, Umsatzvolumen, Marktprognose, volkswirtschaftliche Bedeutung

Was steckt dahinter?

Der Deutsche Ferienhausverband (DFHV) ist die zentrale Interessensvertretung für private Vermieter von Ferienimmobilien in Deutschland, und er hat im Januar 2024 eine Studie veröffentlicht, die es in sich hat. Zusammen mit Statista wurden erstmalig exklusive Datenzugänge führender Ferienhausanbieter ausgewertet – also echte Marktdaten, die normalerweise in keiner amtlichen Statistik auftauchen, weil das Statistische Bundesamt bekanntlich nur gewerbliche Anbieter ab zehn Betten erfasst. Den privaten Markt hat die offizielle Beherbergungsstatistik jahrzehntelang schlicht ignoriert.

Was diese Studie besonders macht: Sie ist die erste Datenanalyse in dieser Größenordnung für den deutschen Markt überhaupt. Das macht sie zur wichtigsten Primärquelle, wenn du wissen willst, wie groß der Markt wirklich ist – nicht wie groß er in den offiziellen Statistiken aussieht.

Zusammenfassung

Marktgröße: Der deutsche Ferienhausmarkt umfasst zum Zeitpunkt der Erhebung (2022) insgesamt 555.111 Ferienunterkünfte mit knapp 2,62 Millionen Betten. Zum Vergleich: Hotels, Gasthöfe und Pensionen kommen in Deutschland auf lediglich 2 Millionen Betten. Das heißt, mehr als die Hälfte aller touristischen Betten in Deutschland (56 %) befindet sich in Ferienunterkünften – ein Fakt, der in der öffentlichen Debatte regelmäßig unterschätzt wird.

Wer vermietet? 82 % der Ferienunterkünfte werden von privaten Vermietern betrieben, also von Gastgebern wie dir, mit weniger als zehn Betten. Nur 18 % sind gewerbliche Anbieter. Und ganz ganz wichtig: 84 % dieser privaten Vermieter vermarkten und verwalten ihre Unterkunft selbst. Das zeigt, wie kleinteilig und unabhängig der Markt nach wie vor aufgestellt ist.

Wo sind die meisten Einheiten? Die Hochburgen der Ferienvermietung in Deutschland sind Mecklenburg-Vorpommern (99.334 Einheiten), Schleswig-Holstein (96.715 Einheiten) und Bayern (91.974 Einheiten). Die Top-5-Bundesländer vereinen zusammen 75 % des gesamten deutschen Ferienhausinventars auf sich. Übrigens: 78 % aller Ferienunterkünfte sind Ferienwohnungen, nur 17 % sind Ferienhäuser – das relativiert den Begriff „Ferienhausmarkt” etwas, ne?

Wirtschaftliche Bedeutung: Im Jahr 2022 erwirtschaftete der Ferienhausmarkt allein durch Mieteinnahmen einen Umsatz von 7,3 Milliarden Euro. Bezieht man alle Ausgaben der Gäste mit ein – also Gastronomie, Einzelhandel, Freizeitangebote und Dienstleistungen vor Ort – kommt man auf einen Gesamtbruttoumsatz von 28,6 Milliarden Euro. Das ist kein Nischenmarkt, das ist ein volkswirtschaftliches Schwergewicht. Diese Umsätze sichern das Äquivalent von über 280.000 Vollzeitarbeitsplätzen und generieren Steuereinnahmen von rund 5,2 Milliarden Euro.

Wachstum und Digitalisierung: Der Markt ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Die Anzahl privater Betten in Ferienunterkünften hat sich zwischen 2014 und 2022 von 681.800 auf über 2,1 Millionen erhöht, was einer jährlichen Wachstumsrate von rund 15 % entspricht. Und 95 % der Ferienunterkünfte sind mittlerweile online verfügbar, viele davon direkt buchbar. Die Digitalisierung hat den Markt massiv beschleunigt. Das Umsatzwachstum wird für die Jahre bis 2025 mit 5 bis 8 % pro Jahr prognostiziert.

Was das für dich alst Gastgeber bedeutet: Du bist nicht allein auf weiter Flur, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Du bist Teil eines der dynamischsten Wachstumsmärkte in Deutschland und der Markt wächst weiter, weil Gäste aller Generationen zunehmend Ferienunterkünfte Hotels vorziehen. Laut einer Google/Kantar-Studie, die Teil des Reports ist, suchen 93 % der Befragten online nach Unterkünften, 85 % buchen auch online ab. Und 30 % aller Buchenden von Ferienunterkünften sind Erstbuchende. Der Markt gewinnt ständig neue Gäste dazu.

Report 2: Lodgify Ferienwohnungsmarkt Branchenreport Deutschland 2026 📈

Auf einen Blick:

  • Veröffentlicht: 2026 (Datenerhebung: Dezember 2025 / Umfrage: Januar 2026)
  • Herausgeber: Lodgify
  • Datengrundlage: 200.000+ analysierte Buchungen (2023–2025) + Umfrage mit 993 Teilnehmenden europaweit, davon 120 aus Deutschland
  • Schwerpunkte: ADR-Entwicklung, Buchungsverhalten, Kanalverteilung, Auslastung, Gastgeberziele, KI-Nutzung

Was steckt dahinter?

Lodgify ist einer der führenden Channelmanager und Website-Baukästen für Ferienvermieter, mit über 330 Mitarbeitenden und Kunden weltweit. Das Besondere an diesem Report: Er basiert nicht auf Umfragen und Meinungen allein, sondern auf echten Transaktionsdaten. Konkret wurden über 200.000 Buchungen aus dem Zeitraum 2023 bis 2025 von Lodgify-Kunden in Deutschland analysiert – Direktbuchungen und Buchungen über alle großen Portale wie Booking.com, Airbnb, FeWo-direkt (Vrbo) und Expedia. Zusätzlich wurde Anfang Januar 2026 eine europaweite Umfrage mit 993 Gastgebern und Immobilienverwaltern durchgeführt, davon 120 aus Deutschland.

Was mich an diesem Report besonders überzeugt: Er gibt dir echte Zahlen zum Buchungsverhalten deiner Gäste und das für drei Jahre im Vergleich. Das ist kein Marketing-Dokument, das ist eine ehrliche Momentaufnahme des deutschen Ferienwohnungsmarktes.

Zusammenfassung

Der Markt hat sich stabilisiert – auf höherem Niveau: Der Report beschreibt 2025 als Jahr der Konsolidierung. Kein wilder Wachstumsschub mehr, aber auch kein Einbruch. Preisniveau, Aufenthaltsdauer und Buchungsvorlauf haben sich verändert und diese Veränderungen sind offensichtlich dauerhaft. Der deutsche Ferienwohnungsmarkt hat ein neues Normalniveau gefunden.

Die Preise sind gestiegen und bleiben hoch: Der durchschnittliche Übernachtungspreis (ADR) ist zwischen 2023 und 2025 von 134,54 € auf 145,33 € gestiegen – ein Plus von 8 % über zwei Jahre. 2024 war das stärkste Wachstumsjahr (+10,4 %), 2025 gab es einen leichten Rückgang (-2,2 %), aber das Preisniveau bleibt klar über dem von 2023. Für dich als Vermieter ist das eine gute Nachricht: Der Markt trägt höhere Preise.

Direktbuchungen sind die heimlichen Gewinner: Hier wird es richtig interessant! Während der ADR auf Buchungsportalen 2025 leicht gesunken ist (auf 143,52 €), haben Direktbuchungen einen neuen Höchstwert erreicht: 155,47 € im Schnitt. Das sind rund 8 % mehr als über Buchungsportale. Direktbuchungen sind damit nicht nur günstiger für dich (keine Provision), sondern werden auch zu höheren Preisen abgeschlossen. Das ist ein ziemlich starkes Argument für eine eigene Website.

Booking.com dominiert, Airbnb verliert: Die Kanalverteilung verschiebt sich gerade spürbar. Booking.com hat seinen Marktanteil zwischen 2023 und 2025 um 7,5 Prozentpunkte ausgebaut und kommt 2025 auf 52 % aller Buchungen. Airbnb hingegen hat deutlich Federn gelassen – minus 14,3 Prozentpunkte seit 2023, jetzt noch bei 21 %. Direktbuchungen und Booking.com machen zusammen 70 % aller Buchungen aus. Das ist der Kern des deutschen Vertriebsmixes. FeWo-direkt (Vrbo) und Expedia stagnieren bei unter 1 % Marktanteil.

Gäste buchen immer kurzfristiger und kürzer: Das sind zwei Trends, die Vermieter zwingen, ihre Strategie zu überdenken. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist von 4,34 Tagen (2023) auf 3,72 Tage (2025) gesunken – ein Rückgang von fast 14 % in zwei Jahren. Und 70 % aller Buchungen entfallen inzwischen auf Aufenthalte von maximal drei Nächten. Gleichzeitig buchen immer mehr Gäste sehr kurzfristig: 38 % aller Buchungen kommen 0 bis 7 Tage vor Anreise (2023 waren es noch 32 %). Das durchschnittliche Buchungsfenster ist seit 2023 von 55,78 auf 49,16 Tage gesunken.

Auslastung: Stabil, aber saisonal stark schwankend: Die Belegungsrate lag 2025 bei 53,1 % – nahezu identisch mit 2023 (53,6 %). Im August wird der Höchststand erreicht (63 %), im Januar der Tiefpunkt (41 %). Die Auslastung ist also stabil, aber die Verteilung über das Jahr ist alles andere als gleichmäßig – was aktive Preissteuerung und Flexibilität bei Mindestaufenthalten umso wichtiger macht.

Was Gastgeber für 2026 planen: Laut Umfrage steht bei 67 % der Befragten die Steigerung der Auslastung ganz oben auf der Agenda, gefolgt vom Ausbau der Direktbuchungen (57 %) und besserer Preisstrategie (31 %). Klassisches Wachstum durch neue Objekte spielt nur für 13 % eine Rolle – der Fokus liegt klar auf Optimierung des Bestehenden.

KI: Noch am Anfang, aber das Interesse wächst: Nur 29 % der Befragten nutzen KI aktiv. Von denen, die es tun, setzen die meisten auf Gästekommunikation (64 %) und Content-Erstellung für Inserate (53 %). Das zeigt: KI ist noch kein Standard, aber das Potenzial wird erkannt. Wer heute anfängt, KI strategisch einzusetzen, hat einen echten Vorsprung.

Wissenschaftliche Abschlussarbeit aus Oberösterreich zum Thema Preferred Partner Programm (Booking.com)

Auf einen Blick

  • Veröffentlicht: April 2022
  • Autor: Stefan Wöß, BSc
  • Universität: Johannes Kepler Universität Linz
  • Datengrundlage: 41 Tage Ranking-Daten (Wien, Salzburg, Linz)
  • Methodik: Web-Scraping, Vorher-Nachher-Vergleiche, Regressionsanalyse
  • Untersuchte Programme:
    • Preferred Partner
    • Preferred Partner Plus
    • Visibility Booster
  • Kernfazit:
    Partnerprogramme verzerren das Default-Ranking systematisch zugunsten zahlender Hotels.

Was steckt dahinter?

Die Masterarbeit wurde 2022 an der Johannes Kepler Universität Linz eingereicht. Untersucht wurde eine Frage, die viele Gastgeber beschäftigt, aber kaum jemand sauber empirisch beleuchtet hat: Beeinflusst Booking.com mit Programmen wie Preferred Partner, Preferred Partner Plus oder dem Visibility Booster das Default Ranking „Our Top Picks“?

Genau darum ging es. Also nicht um Bauchgefühl oder Forenmeinungen, sondern um eine datenbasierte Analyse der tatsächlichen Rankingmechanik.

Die Datengrundlage bestand aus über 41 Tagen gesammelten Rankings aus Wien, Salzburg und Linz. Für jede erfasste Unterkunft wurden unter anderem die Ranking Position, der Preis, die Sterneklassifizierung, der Bewertungsdurchschnitt, die Anzahl der Reviews, die Distanz zum Zentrum sowie der jeweilige Vertragstyp dokumentiert.

Besonders spannend wurde es dadurch, dass einige Hotels während des Beobachtungszeitraums ihren Vertragstyp wechselten. Dadurch waren echte Vorher Nachher Vergleiche möglich, unter nahezu identischen Rahmenbedingungen.

Und genau hier wird es interessant.

Zusammenfassung

Rankings sind extrem mächtig: Die Arbeit bestätigt zunächst, was frühere Forschung bereits gezeigt hat: Rund 64 Prozent der Nutzer sehen sich ausschließlich die erste Seite der Suchergebnisse an. Höher gelistete Hotels erhalten signifikant mehr Klicks, allein durch ihre bessere Positionierung. Das Ranking beeinflusst die Kaufentscheidung also massiv. Wenn du nicht auf Seite eins auftauchst, existierst du für viele Gäste faktisch nicht.

Visibility Booster wirkt sofort – und massiv: Hotels, die den kurzfristigen Visibility Booster aktivierten, verbesserten ihr Ranking teilweise drastisch. In einem Beispiel aus der Studie sprang ein Hotel von durchschnittlich Rang 120 auf Rang 27. Ein anderes verbesserte sich sogar von Rang 230 auf Rang 36. Und das ohne jede Veränderung bei Bewertungen, Anzahl der Reviews, Sternen, Distanz oder sonstigen Qualitätsmerkmalen. Genau das bezeichnet man als klassisches Paying for Prominence.

Preferred Partner verschiebt Rankings systematisch: Ähnlich deutlich zeigte sich der Effekt beim Wechsel vom Basic Vertrag in das Preferred Partner Programm. Hotels, die diesen Schritt gingen, verbesserten sich im Schnitt um Dutzende bis über 100 Rankingplätze, selbst wenn die Qualität konstant blieb und teilweise sogar trotz Preiserhöhung. Noch stärker fiel der Effekt beim Preferred Partner Plus aus. Ein Hotel verbesserte sich von Rang 211 im Basic Vertrag über Rang 57 als Preferred Partner bis auf Rang 22 im Preferred Plus Modell, ebenfalls ohne jegliche Qualitätsänderung.

Das Ranking ist strukturell verzerrt: Die Analyse der Seitenverteilung zeigt ein klares Bild. Basic Partner sind stark auf den hinteren Seiten konzentriert, während Preferred Partner die ersten Seiten dominieren. Auf Seite 1 sind Basic Hotels nahezu nicht vertreten. In Wien befanden sich auf der ersten Seite 48 Preferred Partner, 13 Preferred Partner Plus, aber nur 2 Basic Partner.

Wenn man bedenkt, dass rund 64 Prozent der Nutzer ausschließlich die erste Seite betrachten, wird deutlich, was das bedeutet: Der Sichtbarkeitsmarkt ist extrem konzentriert.

Selbst bessere Hotels verlieren gegen Partnerstatus: Besonders brisant ist, dass sich in mehreren Fällen Hotels fanden, die bessere Bewertungen hatten, mehr Reviews vorweisen konnten und sogar günstigere Preise anboten, im Ranking jedoch schlechter platziert waren, allein weil sie keinen Preferred Status besaßen. Das ist eine klare Indikation für eine algorithmische Verzerrung zugunsten zahlender Partner.

Regression bestätigt den Effekt statistisch: Die Studie arbeitete zusätzlich mit Regressionsanalysen, um die einzelnen Einflussfaktoren statistisch sauber voneinander zu trennen. Das Ergebnis ist eindeutig: Der Vertragstyp hat einen signifikanten und starken Einfluss auf das Ranking, selbst wenn Preis, Bewertung, Sterneklassifizierung und Distanz zum Zentrum kontrolliert werden.

Das bedeutet: Der Partnerstatus ist kein bloßer Nebeneffekt anderer Qualitätsmerkmale, sondern ein eigenständiger Rankingfaktor.

Was das für dich als Gastgeber bedeutet: Das Default Ranking ist nicht rein qualitätsbasiert. Provision wirkt als aktiver Sichtbarkeitshebel und beeinflusst die Platzierung spürbar. Ohne strategisches Kanalmanagement verlierst du damit strukturell an Sichtbarkeit. Der Markt funktioniert also nicht wie ein neutrales Matching System, sondern vielmehr wie ein Provisionsmarkt. Sichtbarkeit ist grundsätzlich kaufbar, aber nicht immer nachhaltig kalkuliert. Und genau an diesem Punkt beginnt strategisches Revenue Management.

Smoobu Insights 2026 - Branchenreport für Gastgeber

Smoobu insights 2026 - Branchenreport fuer Gastgeber

Auf einen Blick

  • Veröffentlicht: 2026
  • Autor / Herausgeber: Smoobu (Insights Team),
  • Vorwort von Jannik Abraham
  • Datengrundlage: 
    • Daten von 500 Top-Hosts auf der Smoobu-Plattform.
    • 200.000+ Buchungen aus Kernmärkten (UK, DACH, FR, IT, ES)
  • Zeitraum: 1. Januar – 1. November 2025
  • Ergänzt durch Studien von Eurostat, AirDNA, Oxford Economics, Booking.com und EU Travel Tech

Was steckt dahinter?

Der Report von Smoobu untersucht mehrere zentrale Entwicklungen im Markt der Kurzzeitvermietung. Dazu gehören die allgemeine Nachfrageentwicklung im STR-Markt, Veränderungen im Buchungsverhalten der Gäste wie Lead Time und durchschnittliche Aufenthaltsdauer sowie die Performance von kleinen unabhängigen Gastgebern im Vergleich zu großen Property-Managern.

Weitere Themen sind Pricing-Strategien und Revenue Management, die Rolle verschiedener Distributionskanäle wie Buchungsportale und Direktbuchungen sowie die zunehmende Bedeutung von Digitalisierung, Mobile Booking und künstlicher Intelligenz im Buchungsprozess.

Das zentrale Fazit:

Erfolgreiche Gastgeber im Jahr 2026 denken unternehmerischer als früher. Sie professionalisieren ihr Vermietungsgeschäft systematisch und kombinieren mehrere Hebel gleichzeitig. 

Dazu gehören dynamisches Pricing, hohe Qualitätsstandards, eine gute algorithmische Sichtbarkeit auf Plattformen und eine diversifizierte Distributionsstrategie über OTAs und Direktbuchungen. 

Wer diese Faktoren zusammendenkt, kann sich auch in einem zunehmend kompetitiven Markt nachhaltig behaupten.

Pro Tipp: Booking.com Extranet Coachings & Trainingsprogramme mit echten Experten

Fewolino bietet spezialisierte, deutschsprachige Coachings, Seminare und Workshops für das Booking.com Extranet an, die sich an Gastgeber (1–25 Einheiten) richten. In der FEWO Marketing Akademie bekommst du Zugang zu mehreren ehemaligen Booking.com Account Managers und arbeitest persönlich mit Experten zusammen.

Fazit

Was du aus dieser Liste mitnehmen solltest:

Die Kurzzeitvermietung in Deutschland ist kein statischer Markt. Die Gäste buchen anders als noch vor zwei Jahren – kurzfristiger, kürzer, selektiver. Die Kanalverteilung verschiebt sich. Direktbuchungen werden zum ernsthaften Wettbewerbsvorteil. Und wer diese Entwicklungen kennt, kann besser planen, besser positionieren und besser vermarkten.

Diese Liste wird laufend erweitert, sobald neue Reports erscheinen. Wenn du keinen verpassen möchtest, trag dich gerne in unseren Newsletter ein, dort teilen wir auch unsere eigene Einschätzung zu Marktentwicklungen, frische Tipps zum Thema Booking.com Extranet, Direktbuchungen und FEWO-Marketing.

Happy Hosting!

Jacek Poplawski, M.Sc.

Jacek ist ein ehemaliger Booking.com Account Manager (New partnerships) und Gründer von Fewolino. Er ist auf Online-Marketing im Kontext der Kurzzeitvermietung, Business Development und SEO spezialisiert.

Seit 2019 helfen Agnes & Jacek FEWO-Vermietern, online mehr Sichtbarkeit zu erzielen, eine starke Marke aufzubauen und sich unabhängiger von großen Buchungsportalen zu positionieren.

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Jacek (exBooking.com) und Agnes (exZalando) von Fewolino – Experten für Ferienwohnung Webdesign und Vermietung

Häufig gestellte Fragen

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Booking.com-Schulungen, die sich auf die Optimierung des Extranets, die Steigerung der Buchungen und Spezialthemen konzentrieren, werden direkt von Booking.com, spezialisierten Agenturen wie Fewolino sowie über die FEWO Marketing Akademie angeboten. Diese Angebote sind kostenpflichtig und richten sich an Gastgeber mit 1 bis 25 Einheiten, sprich Vermieter von Ferienwohnungen, Ferienhäusern, Serviced Apartments und Chalets.

Fewolino Coaching – Gastgeber lernen digitale Strategien für Booking.com und Google
Intensives Online-Training bei Fewolino – mehr Sichtbarkeit, Struktur und Direktbuchungen für Ferienwohnungen und Ferienhäuser

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