Booking.com Stornierungsrichtlinien verstehen (für Gastgeber)
Keine Sorge, du musst kein IT-Experte sein, um dein Ranking bei Booking.com zu verbessern. In dieser einfachen Anleitung lernst du, wie du mit temporären Ausnahmen (sogenannten Overrides) deine Stornierungsregeln flexibel anpasst und dadurch deine Sichtbarkeit auf dem Portal erhöhst.
Wir zeigen dir kinderleicht, wie du in ruhigen Zeiten mehr Buchungen einsammelst und dich in der Hauptsaison vor kurzfristigen Absagen schützt.
Am Ende weißt du genau, wie du dein Extranet clever einstellst, um stressfrei mehr aus deiner Ferienunterkunft herauszuholen.
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Booking.com Guide: Stornierungsrichtlinien temporär überschreiben – So steuerst du Sichtbarkeit und Risiko
In der Kurzzeitvermietung ist Booking.com der unangefochtene Gigant. Als größter Marktplatz für Ferien-Unterkünfte ist die Plattform drei- bis viermal so stark wie Airbnb, was das reine Buchungsvolumen angeht.
Doch diese Power bringt Komplexität mit sich. Viele Gastgeber fragen sich: Wie bleibe ich in der Nebensaison sichtbar, ohne in der Hochsaison mein Risiko durch zu lockere Regeln zu erhöhen?
Die Antwort liegt in einem Feature, das viele Profis nutzen, aber kaum ein Einsteiger kennt: Stornierungsrichtlinien temporär überschreiben lassen.
Das Spielfeld: Ratenvielfalt und Richtlinien
Du verkaufst als Gastgeber nicht nur ein Bett und eine Dusche. Du verkaufst deine Verfügbarkeit gebunden an exakte Konditionen.
Auf Booking.com solltest du nie nur eine einzige Richtlinie haben. Aktuell erlaubt das Portal bis zu sechs verschiedene Stornierungsrichtlinien gleichzeitig.
Ein gesundes (minimales) Setup besteht meist aus:
- Einer Standardrate (z.B. mit einer 1, 3, 7, 14oder 30-tägigen Stornierungsfrist).
- Einer nicht kostenfrei stornierbaren Rate (für mehr Ratenvielfalt und Sichtbarkeit). Deine non-ref Rate sollte hier cirka 10% günstiger sein als deine Standardrate.
Der Gamechanger: Temporäre Ausnahmen (Overrides)
Das Geniale an Booking.com ist die Flexibilität. Du kannst deine Standardrichtlinien für bestimmte Zeiträume überschreiben, ohne dein komplettes Ratensetup anzupassen.
1. Sichtbarkeit pushen in der Nebensaison
Im Januar oder Februar sinkt die Nachfrage in vielen Regionen massiv. Anstatt sofort nur über den Preis zu gehen, solltest du zuerst deine Restriktionen lockern.
- Der Filter-Trick: „Kostenfrei stornierbar“ ist der am häufigsten genutzte Filter auf Booking.com.
- Kurzfristige Buchungen: Viele Gäste planen Kurztrips erst wenige Tage vorher. Wenn deine Richtlinie bei 14 Tagen steht, bist du für jemanden, der am Montag für das kommende Wochenende sucht, de facto nicht mehr „kostenfrei stornierbar“ und wirst durch den Filter aussortiert.
- Die Lösung: Nutze eine temporäre Ausnahme und senke die Frist für die Nebensaison auf 3 Tage oder sogar 1 Tag ab. Deine Sichtbarkeit und dein Ranking werden signifikant steigen.
2. Risiko minimieren in der Hochsaison
Läuft es besonders gut (z.B. im August oder zu Ferienzeiten), kannst du den Spieß umdrehen. Da die Nachfrage hier extrem hoch ist, kannst du deine 14-Tage-Richtlinie temporär auf 30 Tage überschreiben. So stellst du sicher, dass du bei einer Stornierung genug Zeit hast, das Objekt neu zu belegen. Genial, oder?
Schritt für Schritt: So stellst du es im Booking Extranet ein
Um temporäre Anpassungen vorzunehmen, musst du kein IT-Experte sein, aber du musst wissen, wo Booking die Funktion versteckt hat.
- Richtlinien prüfen: Stelle sicher, dass du mindestens drei oder vier verschiedene Stornierungsrichtlinien in deinem Konto definiert hast.
- Ratenbedingungen öffnen: Gehe im Extranet auf den Reiter „Unterkunft“ und dann auf „Buchungsrichtlinien“.
- Temporäre Ausnahmen definieren: Wähle die Option, für einen bestimmten Zeitraum (z.B. Januar/Februar) eine kulantere oder strengere Richtlinie über deine Standardrate zu legen. Siehe den Reiter “Vorübergehende Richtlinienausnahmen”.
- Speichern: Die Änderung gilt nun nur für Buchungen in diesem definierten Zeitraum.
Fun Fact & Insider-Tipp: Wer Englisch kann, ist klar im Vorteil! Die offizielle Booking Partner Knowledge Base ist in der englischen Version deutlich umfangreicher. Die deutschen Artikel sind oft weniger detailliert und in geringerer Anzahl vorhanden. Wenn du also tiefer in das „Eingemachte“ der Restriktionen eintauchen willst, stell die Hilfe-Seite auf Englisch um.
Pro Tipp: Erst via Extranet schreiben, DANN anrufen
Es ist in fast allen Fällen sinnvoller, zuerst eine Nachricht über das Booking.com Extranet zu schreiben, bevor du den Support anrufst.
Der Grund ist einfach:
Sobald du eine Nachricht im Extranet sendest, wird bei Booking.com automatisch ein Support-Ticket erstellt. Dieses Ticket landet im System und muss intern bearbeitet werden.
Rufst du erst danach beim Support an, hat die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter bereits den kompletten Kontext zu deinem Anliegen vorliegen – inklusive deiner Beschreibung, deiner Unterkunft und der bisherigen Schritte.
Fazit: Dein Weg zum Profi-Gastgeber Fazit: Agieren statt Reagieren
Stornierungen gehören bei Booking.com zum System dazu, das sollte dir als Gastgeber bewusst sein. Aber dein Ziel ist es, primär die Buchung zu bekommen. Durch das temporäre Überschreiben von Stornierungsbedingungen passt du dich der Marktdynamik an: Flexibel, wenn es schwach läuft; konservativ, wenn die Bude ohnehin voll wird.
Du willst wissen, wie du dein Ratensetup perfekt kalibrierst?
Bei Fewolino arbeiten wir jede Woche mit Gastgebern im 1-zu-1-Coaching oder in unserer Akademie daran, das Maximum aus dem Extranet herauszuholen. Wir sind aktuell das einzige Coaching-Programm in Deutschland, bei dem du direkt mit ehemaligen Booking.com Account-Managern an deinem Erfolg arbeitest.
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Jacek Poplawski, M.Sc.
Jacek ist ein ehemaliger Booking.com Account Manager (New partnerships) und Gründer von Fewolino. Er ist auf Online-Marketing im Kontext der Kurzzeitvermietung, Business Development und SEO spezialisiert.
Seit 2019 helfen Agnes & Jacek FEWO-Vermietern, online mehr Sichtbarkeit zu erzielen, eine starke Marke aufzubauen und sich unabhängiger von großen Buchungsportalen zu positionieren.
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Hast du noch Fragen?
FAQ: Booking.com Stornierungsbedingungen und Restriktionen
Warum sollte ich meine Stornierungsrichtlinien temporär ändern?
In der Nebensaison sinkt die Nachfrage deutlich. Anstatt nur die Preise zu senken, kannst du durch kulantere Richtlinien deine Sichtbarkeit erhöhen, da “kostenfrei stornierbar” der am häufigsten genutzte Filter auf Booking.com ist.
Wie viele Stornierungsrichtlinien kann ich bei Booking.com hinterlegen?
Booking.com erlaubt es dir aktuell, bis zu sechs verschiedene Stornierungsrichtlinien gleichzeitig zu definieren. Dies gibt dir die nötige Flexibilität für verschiedene Ratenkategorien.
Was ist der Vorteil einer temporären Ausnahme gegenüber einer dauerhaften Änderung?
Temporäre Ausnahmen ermöglichen es dir, dein grundlegendes Ratensetup beizubehalten. Du kannst beispielsweise für die Hochsaison strengere Regeln (z. B. 30 Tage) festlegen, während du für schwache Monate wie Januar oder Februar automatisch auf eine flexiblere Richtlinie umstellst.
Wo finde ich die Einstellung für temporäre Ausnahmen im Extranet?
Du findest diese Option unter dem Reiter „Raten & Verfügbarkeit“ (bzw. Ratenbedingungen). Dort kannst du gezielt Zeiträume auswählen, in denen deine Standardrate durch eine kulantere oder strengere Richtlinie überschrieben wird.
Gibt es einen Unterschied zwischen den deutschen und englischen Hilfeseiten?
Ja, die englische “Partner Knowledge Base” von Booking.com ist in der Regel detaillierter und umfangreicher als das deutsche Pendant. Wer Englisch versteht, findet dort oft tiefere Einblicke in komplexe Funktionen.
Wer bietet Booking-Extranet-Schulungen und Coachings auf Deutsch an?
Booking.com-Schulungen, die sich auf die Optimierung des Extranets, die Steigerung der Buchungen und Spezialthemen konzentrieren, werden direkt von Booking.com, spezialisierten Agenturen wie Fewolino sowie über die FEWO Marketing Akademie angeboten. Diese Angebote sind kostenpflichtig und richten sich an Gastgeber mit 1 bis 25 Einheiten, sprich Vermieter von Ferienwohnungen, Ferienhäusern, Serviced Apartments und Chalets.