Booking.com Ranking-Faktoren: Das Regelwerk verstehen statt zu raten
Wer neu in der Kurzzeitvermietung ist, geht mit Booking.com oft genauso um wie ein Kind mit einem Kinder-Überraschungsei: ausprobieren, hoffen, dass es klappt. Manche Vermieter aktivieren einfach jede Einstellung, die das Extranet ihnen anbietet, und schauen dann, was passiert. Booking.com ist aber kein Glücksspiel. Es ist ein Marktplatz mit einem klaren Regelwerk – und wer dieses Regelwerk kennt, muss nicht mehr raten
Eine Kindheitserinnerung, die mehr mit Booking.com zu tun hat, als man denkt
In den 90ern haben mein Bruder und ich Kinder Überraschungsei-Figuren gesammelt. Die Puzzle und Spielzeuge, die auch in den Eiern steckten, interessierten uns dabei nicht – nur die Figuren.
Das Problem: Von außen sieht man einem Ei nicht an, was drin ist. Manche Kinder haben die Eier deshalb geschüttelt oder die Schokolade zerdrückt, um es herauszufinden. Sicher war das Ergebnis trotzdem nicht, und die Filialleiter waren davon verständlicherweise wenig begeistert.
Mein Bruder hatte eine bessere Methode: wiegen. Eier mit einer Figur wogen fast immer um die
34 bis 36 Gramm, Eier mit einem Puzzle eher um die 24 bis 26 Gramm. Ferrero warb damals damit, dass in jedem siebten Ei eine Figur steckt – rein statistisch eine Wahrscheinlichkeit von etwa 14 %. Mit der Wiege-Methode konnten wir unsere Auswahl aber deutlich gezielter treffen, statt einfach zu hoffen.
Booking.com funktioniert im Grunde ähnlich. Du kannst versuchen, alles per Trial-and Error herauszufinden – oder du lernst das Regelwerk dahinter kennen und triffst deine Entscheidungen gezielt, statt zu schütteln und zu hoffen.
Booking.com hat ein Regelwerk – kein Zufallssystem
Booking.com ist am Ende des Tages nur ein Marktplatz, auf dem Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen. Es gibt klare Regeln dafür, wie du deine Sichtbarkeit bzw. deine Rangfolge in der Übersicht beeinflussen kannst.
Du kannst versuchen, diese Regeln über Trial-and-Error zu erraten – also einfach möglichst viel zu aktivieren und zu schauen, was passiert. Oder du kennst das Regelwerk und steuerst gezielt, statt zu raten.
Einer der wichtigsten Ranking-Faktoren ist die Verfügbarkeit. Ohne Verfügbarkeit kannst du nicht ranken. Daneben sind auch Content, Preise, Deals, Angebote und Ratenvielfalt relevant.
Das gilt unabhängig davon, ob du eine Unterkunft vermietest oder 25 oder 50, und unabhängig davon, ob du selbst vermarktest oder eine Agentur dahintersteht: An Booking.com und seinem Regelwerk kommst du nicht vorbei.
Ohne Verfügbarkeit kannst du auf Booking.com nicht ranken.
Die Stellschrauben, die du dir stellen solltest
Booking.com bietet dir eine ganze Reihe an Programmen und Tools, mit denen du deine Sichtbarkeit beeinflussen kannst. Bevor du sie einfach aktivierst, solltest du dir für deine eigene Kurzzeitvermietung folgende Fragen stellen:
- Macht der Visibility Booster in deinem Markt Sinn?
- Solltest du beim Preferred– oder Preferred-Plus-Programm einopten?
- Solltest du am Genius-Programm teilnehmen? Und wenn ja: Level 1, 2 oder 3?
- Wenn du mehrere Einheiten vermietest: Soll Genius auf alle Einheiten laufen, oder nur
auf einzelne?
Eine pauschale Antwort auf diese Fragen gibt es nicht. Das Ziel ist, das Regelwerk hinter diesen Programmen einmal richtig zu verstehen und zu wissen, an welchen Stellschrauben du überhaupt drehen kannst – statt einfach jede verfügbare Option einzuschalten.
Nicht jede Einstellung im Extranet ist empfehlenswert
Auf Booking.com gibt es Dinge, die sehr gut funktionieren, und andere, die weniger gut funktionieren. Deshalb sollte man nicht einfach jede verfügbare Option aktivieren.
Ein Beispiel: Das Smart-Sorting in der Bildergalerie empfehlen wir grundsätzlich nicht zu aktivieren.
Darüber hinaus gibt es im Extranet sehr viele weitere, sehr spezifische Einstellungen – etwa
erweiterte Restriktionen – , die man kaum kennen kann, ohne jahrelang mit Booking gearbeitet zu haben.
Smart-Sorting in der Bildergalerie empfehlen wir grundsätzlich nicht zu aktivieren.
Fazit
Booking ist super komplex, und viele Vermieter – besonders die kleineren – bemängeln das. Gleichzeitig ist Booking auch der stärkste Vertriebskanal in der Kurzzeitvermietung. Sobald man
merkt, dass hinter dieser Komplexität keine Raketenwissenschaft, sondern einfach ein Regelwerk steckt, wird es deutlich einfacher.
Genau wie beim Kinder-Überraschungsei gilt: Du kannst es mit Trial-and-Error versuchen – mit
Schütteln und Zerdrücken. Oder du gehst wissenschaftlich an das Thema heran, beschäftigst
dich mit dem Regelwerk und nimmst den effizienteren, erfolgreicheren Weg.
Wer diese Abkürzung nehmen möchte: In der FEWO Marketing Akademie arbeiten wir mit mehreren ehemaligen Booking.com-Accountmanagern und geben Einblick in die Einstellungen, die für deine Kurzzeitvermietung Sinn ergeben – und welche eher nicht.
Über den Autor
Jacek Poplawski, M.Sc.
Gründer von Fewolino® & Experte für FEWO-Marketing
Jacek ist ein ehemaliger Booking.com Account Manager (New partnerships) und Gründer von Fewolino. Er ist auf Online-Marketing im Kontext der Kurzzeitvermietung, Business Development und SEO spezialisiert.
Seit 2019 helfen Agnes & Jacek Gastgeber mit 1-25 Einheiten, online mehr Sichtbarkeit zu erzielen, eine starke Marke aufzubauen und sich unabhängiger von großen Buchungsportalen zu positionieren.
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FAQ – Häufig gestellte Fragen
Was ist der wichtigste Ranking-Faktor auf Booking.com?
Verfügbarkeit. Ohne Verfügbarkeit kannst du auf Booking.com nicht ranken.
Welche weiteren Faktoren spielen neben der Verfügbarkeit eine Rolle?
Content, Preise, Deals, Angebote und Ratenvielfalt.
Sollte ich am Genius-Programm teilnehmen?
Das musst du für deine eigene Situation entscheiden. Dabei stellen sich mehrere Fragen: ob du überhaupt teilnehmen solltest, welches Level (1, 2 oder 3) infrage kommt, und – bei mehreren Einheiten – ob Genius für alle Einheiten oder nur für einzelne laufen soll.
Sollte ich Smart-Sorting in der Bildergalerie von Booking.com aktivieren?
Das empfehlen wir grundsätzlich nicht.
Was sind erweiterte Restriktionen im Booking.com Extranet?
Eine der vielen spezifischen Einstellungen im Extranet, die man kaum einschätzen kann, ohne jahrelang mit Booking gearbeitet zu haben.
Lohnt sich Booking.com trotz der Komplexität des Extranets?
Ja. Booking ist super komplex, aber gleichzeitig auch der stärkste Vertriebskanal in der Kurzzeitvermietung.